Astronomischer Arbeitskreis Pforzheim
Sternwarte Bieselsberg

Aktuelle Mitteilungen

Mars am 16.9.2020 2:04 MESZ
16.9.20 2:04 MESZ © Tischhäuser

Die Erde überholt unseren roten Nachbarn, den Mars, alle gut zwei Jahre auf der Innenbahn. Aber durch die sehr elliptische Umlaufbahn des Mars ist er der dabei nicht immer gleich weit entfernt. Vor zwei Jahren war er fast an der nächsten Stelle zur Erde und damit für uns am größten. In diesem Jahr ist er etwa 10% weiter entfernt und dementsprechend kleiner. Da er für uns aber gleichzeitig viel höher am Himmel steht, wo die Luft oft viel ruhiger ist, kann man ihn in diesem Jahr sogar besser beobachten. Wenn er kurz vor der Opposition (von der Sonne aus hinter der Erde) am 14. Oktober seinen erdnächsten Punkt erreicht, ist die beste Beobachtungszeit.

Aktuell ist am Morgenhimmel der Komet C/2020 F3 (Neowise) mit bloßem Auge sichtbar! Wer in der beginnenden Morgendämmerung in Richtung Nord-Nordost schaut, kann tief am Horizont den Kometen erspähen. Momentan ist er sehr hell, aber er wird in den nächsten Tagen wohl rasch an Helligekeit verlieren. Wer also die Möglichkeit hat, sollte sich beeilen, damit er dieses beeindruckende Schauspiel nicht verpasst.

Komet C/2020 F3 (Neowise) am 7.7.2020 3:44 MESZ, (c) Dieter Schubert
Komet C/2020 F3 (Neowise) am 7.7.2020 3:44 MESZ, 70mm Tele, 3s, Canon EOS1200D, ISO800, © Dieter Schubert

Im Frühjahr können wir mit dem Feldstecher und Fernrohr sehr viele hellere Galaxien beobachten. Der Virgo-Haufen bietet zahlreiche davon und die meisten davon sind am Himmel in einem kleinen Bereich in den Sternbildern Jungfrau und Haar der Berenike zu finden. Bernd Schneider nutzte ein lichtstarkes Teleobjektiv von 135mm Brennweite um in einer halben Stunde eine großflächige Aufnahme dieses Bereichs zu fotografieren. Auf seiner Aufnahme lassen sich sehr viele Galaxien entdecken. Im Bild kann man selbst auf Entdeckungstour gehen.

Y1T2Y4
Kometen Y1 ATLAS, T2 PanSTARRS und Y4 ATLAS, © Schubert

Derzeit tummeln sich am Nordhimmel drei hellere Kometen, die zum Teil mit dem Feldstecher und zum Teil mit kleinen Teleskopen gut beobachtbar sind. Dieter Schubert hat sie sich in einer klaren Nacht im dunklem Welzheimer Wald mit seinem GoTo-Dobson vorgenommen - visuell wie fotografisch...